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Zum Thema Hygiene und
Bienenwachs
Bei einem
Didgeridoofestival in Holland beobachtete ich eine recht merkwürdige
Gestalt, die gezielt auf einen Didgeridoostand zusteuerte. In eine
Bierfahne eingehüllt nahm er mal eben recht locker und cool mit seinen
noch Bratfisch verklebten Fingern ein Didgi vom Ständer. Er setzte es
mit sabbrig lässigen seitlichen Mundansatz unter seine noch vom
Fischbrötchen gezeichneten Bartvorschub und blies einen von Rülpsen
übertönten Trompetenton in das Wachsmund bestückte Didgi, das
einem die Harre zu Berge standen. Nachdem er auf diese Weise einige
Geräte sachverständig begutachtet hatte wankte er zum nächsten Stand.
„ Da geht dem Mikrobiologen doch das Herz auf ! „.
Aber mal ehrlich, hier hört doch wirklich der Spaß auf. Mich zumindest
schüttelt es bei dem Gedanken, das so ein Typ mit chronischem
Raucherhusten, zahnungeputzt ein Instrument infiziert und einer meiner
jungen Didgischülerinnen als nächstes mit Ihrem Mund an so ein
Wachspfropfen herangeht. Nun gut das ist kein Regelfall, aber wer nach
dem Neukauf nicht ganz so sicher ist, welcher Vorgänger gespielt hat,
der sollte den Weg in die Apotheke nicht scheuen und sich Hexaglot oder
Sterilium besorgen. Das Mundstück komplett entfernen, den Bellend und
Mundstück mit Frischhaltefolie und Klebeband abdichten, 200ml eingießen,
das gesamte Didgi wie einen großen Shaker behandeln. 1 – 2 Stunden
stehen lassen, danach mit warmem Wasser innen ausbrausen und stehend
austrocknen lassen. Jedes gutes Gerät hält so eine Prozedur ohne
weiteres aus. Allerdings prüft bitte vorher unbedingt ob es im
Innenbereich versiegelt ist (durch Naturharzöle / Harze / Lacke).
Übrigens haben wir auch schon bei neuen Importen einiges an totem
Kleingetier aus so manchen Didges gespült.
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